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  • Iulia Aniculesei

Warum sind Gefühle so wichtig?

Aktualisiert: Okt 12

Wir Menschen haben eine bunte Fülle unterschiedlicher Gefühle. Wenn wir sie zulassen und bewusst fühlen, sagen sie uns wichtige Sachen über uns selbst. Sie können uns zu mehr Lebensqualität verhelfen, indem wir uns zu den angenehmen Dingen hinbewegen und die unangenehmen meiden. So können wir gut für uns selbst sorgen.


Unsere vielfältigen körperlichen und seelischen Gefühle können wir als eine Art Kompass sehen. Sie teilen uns mit, was uns in unserer Umgebung gerade gut tut und was nicht. Nicht alle Menschen haben in der Kindheit eine Umgebung gehabt, in der es möglich war, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und sie für wichtig zu halten. Wenn man als Kind die Eltern emotional nicht erreichen konnte oder es in der Familie nicht üblich war, über Gefühle zu sprechen, dann kann es sein, dass es einem als Erwachsener auch schwer fällt, Gefühle zu benennen, weil man durch das "nicht-darüber-sprechen" keine Möglichkeit hatte, eine Sprache dafür zu entwickeln. Deshalb habe ich weiter unten eine Liste mit möglichen Gefühlen zusammengestellt. Denn die gute Nachricht ist, es wurde oft genug nachgewiesen, dass man als Erwachsener das Wahrnehmen und Benennen der Gefühle nachlernen kann. Bei einem blockierten Zugang zu den eigenen Gefühlen, kann Psychotherapie helfen, sich wieder gut zu spüren und zu verstehen. Die Lebensqualität, die dadurch erreicht werden kann, ist ein Zustand, der immer wieder herzustellen und zu sichern ist, indem man jeden Tag, jede Stunde und jede Minute bewusst einen Blick nach Innen wirft. Die individuellen Bedürfnisse von uns Menschen können von Moment zu Moment ganz unterschiedlich sein. Mal haben wir Hunger oder Durst, mal wünschen wir uns Bewegung an der frischen Luft oder es täte gut, mit jemand anderem zu reden oder ihn in den Arm zu nehmen. Wenn wir uns gut spüren, können wir diesen Impulsen folgen und so für uns sorgen. Im Kontakt zu anderen Menschen sind wir so feinfühlig, dass sich unser Befinden manchmal sogar von einer Sekunde auf die andere ändert. Wenn wir im Einklang mit den wahrgenommenen Gefühlen handeln, so kann das zu innerer Zufriedenheit führen. (Trebbin, 2019)

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So fühlen wir uns wahrscheinlich, wenn sich unsere Bedürfnisse erfüllen:

angeregt, aufgeregt, angenehm, aufgedreht, ausgeglichen, befreit, begeistert, behaglich, belebt, berauscht, berührt, beruhigt, beschwingt, bewegt, eifrig, ekstatisch, energiegeladen, enthusiastisch, entlastet, entschlossen, entspannt, entzückt, erfreut, erfrischt, ergriffen, erleichtert, erstaunt, fasziniert, freundlich, friedlich, fröhlich, froh, gefasst, gelassen, gesammelt, glücklich, gutgelaunt, heiter, hellwach, hoffnungsvoll, inspiriert, jubelnd, kraftvoll, klar, lebendig, leicht, liebevoll, locker, lustig, motiviert, munter, mutig, neugierig, optimistisch, ruhig, satt, schwungvoll, selbstsicher, selbstzufrieden, selig, sicher, spritzig, still, strahlend, überrascht, überschwänglich, überwältigt, unbekümmert, unbeschwert, vergnügt, verliebt, wach, weit, wissbegierig, zärtlich, zuversichtlich


Und so fühlen wir uns wahrscheinlich, wenn sich unsere Bedürfnisse nicht erfüllen:

ängstlich, ärgerlich, alarmiert, angeekelt, angespannt, apathisch, aufgeregt, ausgelaugt, bedrückt, beklommen, besorgt, bestürzt, betroffen, bitter, deprimiert, dumpf, durcheinander, einsam, elend, empört, enttäuscht, entrüstet, ermüdet, ernüchtert, erschöpft, erschreckt, erschüttert, erstarrt, frustriert, furchtsam, gehemmt, geladen, gelähmt, genervt, hasserfüllt, hilflos, in Panik, irritiert, kalt, kribbelig, lasch, leblos, lethargisch, lustlos, miserabel, müde, mutlos, nervös, niedergeschlagen, perplex, ruhelos, traurig, sauer, scheu, schüchtern, schockiert, schwer, sorgenvoll, streitlustig, teilnahmslos, todtraurig, tot, überwältigt, voller Sorgen, unglücklich, unter Druck, unbehaglich, ungeduldig, unruhig, unwohl, unzufrieden, verärgert, verbittert, verletzt, verspannt, verstört, verzweifelt, verwirrt, widerwillig, wütend, zappelig, zitternd, zögerlich, zornig


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